Jahresbericht



Bericht über das Leben der
Evangelischen Kirchengemeinde A.B. Mediasch
- A.D. 2019 -


Das Jahr 2019 stand für die Evangelische Kirche unter dem Bibelwort aus dem Psalm 34, Vers 15: „Suche Frieden und jage ihm nach.“ Es ist ein kräftiges Wort, eine Aufforderung, die energisch klingt und die Aktivität und Ausdauer beinhaltet. In unserer Kirchengemeinde geht es Gott sei Dank nicht um Krieg, trotzdem ist jeder von uns vom Psalm angesprochen. Es eine ständige Anstrengung, um am Frieden dran zu bleiben.

Im vergangenen Jahr 2019 haben wir uns als Kirchengemeinde durch unser Tun und Lassen auch um die Botschaft dieses Wortes bemüht. Unsere Kirchengemeinde schafft es mit Gottes Hilfe und dem unermüdlichen Einsatz von Haupt- und Ehrenamtlichen eine breite Palette von Angeboten für jedes Alter bereit zu halten, auch für die Angehörigen anderer Konfessionen unserer Stadt. Ob es uns völlig bewusst oder auch recht ist, oder nicht, müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass unsere Margarethenkirche und das Kirchenkastell nicht nur unser eigenes spirituelles Eigentum sein und bleiben können, vielmehr sind diese längst zu einem spirituellen Bezugspunkt für die gesamte Stadt geworden. In unserer Kirche finden zunehmend Menschen außerhalb unserer Kirchengemeinde eine geistliche Heimat: ausgewanderte Mediascher, Menschen anderer Konfession aus Mediasch oder aus dem Ausland, Freunde, Partner. Diese und auch viele andere schöpfen hier Freude und Zuversicht. Das verpflichtet zum einen, aber wir wollen eine einladende Kirche sein und bleiben.

Aus dem Leben der Evangelischen Kirchengemeinde A.B. Mediasch im Jahre 2019 geben wir folgende statistische Daten bekannt: am 1.01.2019 zählte die Evangelische Kirchengemeinde A.B. Mediasch 712 Mitglieder. Es wurden 4 Kinder getauft, beerdigt wurden 12 Gemeindemitglieder. Konfirmiert wurden 6 Kinder und 5 Erwachsene – es traten durch die Konfirmation 7 neue Gemeindemitglieder in unsere Gemeinde ein. Getraut wurden 3 Paare. Insgesamt ergibt sich eine Abnahme der Seelenzahl um 2 gegenüber dem Vorjahr. Unsere Kirchengemeinde zählte demnach am 31.12.2019 genau 710 Mitglieder, darunter 22 Mitglieder im Sonderstatus.

Das geistliche Angebot unserer Kirchengemeinde war 2019 wieder sehr reichhaltig. Jetzt wo der Bericht verfasst wird, befinden nicht nur wir uns, sondern fast die gesamte Welt, in der aufgezwungenen Isolation bedingt durch die Pandemie des neuen Virus „Corona“ (Covid-19). Aus der aktuellen Perspektive kommt uns darum alles, was wir 2019 leisten konnten, fast wie ein schöner Traum vor! Wir konnten jeden Sonntag und an jedem Feiertag Gottesdienste in der Margarethenkirche feiern, dazu viele Kindergottesdienste, jeden 1. Sonntag im Monat das Heilige Abendmahl, jeden letzten Sonntag den rumänischsprachigen Gottesdienst. Jeden Montag traf sich der Chor und das Männeroktett bei ihren Proben im Musikzimmer. Jeden Dienstag wurde die Morgenandacht in der Sakristei gefeiert, jeden Donnerstag die Bibelstunde, dazu die Passions- und Adventsandachten, der Kreuzweg der Jugend am Karfreitag, der Weltgebetstag im März, in dem für Slowenien gebetet wurde u.v.a.m.

Zu dem geistlichen Angebot der Kirchengemeinde gesellt sich eine Vielzahl von Aktivitäten, über die im Jahresverlauf berichtet wird. Zwei Bereiche möchte ich besonders erwähnen, und zwar die Kinder- und Jugendarbeit und die Angebote für Senioren.

Entsprechend den Altersgruppen haben wir für die jungen Menschen unterschiedliche Angebote. Für die Kleinsten gibt es einmal im Monat am Samstagvormittag ein Treffen, das das Pfarrerehepaar Hildegard und Gerhard Servatius-Depner leitet. Die Jungschar (9-13 Jahre) wird von Pfarrer Wolfgang Arvay und seiner Frau Cristina geleitet, unterstützt von einem Team Jugendlicher. Vor Kurzem wurde der Start-Up-Club (14-18 Jahre) ins Leben gerufen. Begleitet werden die Jugendlichen von Pfarrerin Hildegard Sevatius-Depner und Andreas Fronius („Mr. Jugendarbeit“).

Seniorenarbeit ist eine ebensolche wichtige Gemeindearbeit, die sich in 2 Bereichen entfaltet: in der Tätigkeit der Diakonie und der Seniorenarbeit der Kirchengemeinde. Auch 2019 fand jeden letzten Freitag im Monat das Seniorentreffen statt. Es gibt nicht wenige Gemeindeglieder, die unter Einsamkeit leiden und so etwas mehr Gemeinschaft finden. Dazu zählt auch jeder Gottesdienst, der Friedhofputz, die Backaktion, das Frauentreffen und so manche andere Veranstaltung. Der Besuchsdienst, bei dem sich bekanntlich freiwillige Besucherinnen unserer Kirchengemeinde engagieren, dazu die beiden Samaritanerinnen des Diakonievereins und der Freiwillige im Sozialen Jahr, ist ein sehr wichtiger Teil unserer Seniorenarbeit, auf den wir großen Wert legen und der von den besuchten Gemeindegliedern sehr geschätzt wird. Durch die Besuche gelingt es, die Verbindung zwischen den Einsamen oder Notleidenden und ihrer Kirchengemeinde aufrecht zu erhalten.

Der Religionsunterricht in der Hermann-Oberth-Schule wird hauptsächlich von Pfrn. Kenst, dazu Pfr. Arvay, Pfrn. Hildegard S.-Depner und Pfr. Gerhard Servatius-D. gehalten. Nach der 8. Klasse besuchen Jugendliche den neuen Start-Up-Club.

Konfirmandenunterricht wurde im Jahr 2019 von Pfrn. Hildegard Servatius-Depner (Hauptkonfirmanden) und von Pfr. Wolfgang Arvay (Vorkonfirmanden) erteilt. Eine rumänischsprachige Konfirmandengruppe wurde von Pfr. Wolfgang Arvay begleitet.

Neben den drei beim Stadtpfarramt angestellten Geistlichen (Pfrn. Bettina Kenst, Pfr. Wolfgang Arvay und Pfr. Gerhard Servatius-Depner), die alle drei auch in der Mediascher Diaspora geistlichen Dienst tun, haben Pfrn. Hildegard Servatius-Depner, Pfr. Ulf Ziegler und auch Frau Christa Moldovan als Lektorin Verkündigungsdienst geleistet. Unser Gemeindebrief „Schritte“, der schon seit Ostern 1995 mit kurzen Unterbrechungen erscheint (also seit genau 25 Jahren!) ist nicht nur der Gemeindebrief für die Mediascher Kirchengemeinde allein, sondern auch für den Kirchenbezirk und wird auch darüber hinaus gelesen. Er ist eine wichtige Informationsquelle, zugleich geistliche Stärkung insbesondere für die kleinen Diasporagemeinden. So konnte der Gemeindebrief dankenswerterweise wieder mit Mühe der Redaktion erscheinen, worüber viele Empfänger dankbar sind. Das Redaktionsteam wird von Pfrn. Kenst begleitet und ist bemüht, zweimal jährlich die „Schritte“ herauszugeben.

Ehe wir eine Rückschau auf das kirchliche Leben in Mediasch im Jahresverlauf beginnen, wollen wir einige erfolgreiche Vorhaben erwähnen. Größtes und wichtigstes Projekt war die Fertigstellung der neuen Kirchenheizung. Schon 2016 angedacht, waren an diesem Projekt viele Institutionen und Personen in Rumänien, Deutschland und auch der Schweiz beteiligt. Wir danken für großzügige Finanzierung durch unsere Landeskirche, von Förderer aus Deutschland und der Schweiz. Die Renovierungen der Dienstwohnung der Organistin und der Freiwilligenwohnung wurden abgeschlossen und die Dokumentation für den Brandschutz unseres Gemeindehauses erstellt. Orgelbauer Burkhard Wenzel-Gazdag hat zwei neue Orgelbälge fertig gebaut.

Unser Friedhof mit rund 3000 Gräbern, sehr reich an Vegetation, wunderschön an einem Hang gelegen, bedarf einer mannigfaltigen Pflege, per Handarbeit wie auch durch maschinellen Einsatz oder von Firmen (Dachreparaturen, Baumfällarbeiten u.a.) Unser Friedhofsverwalter als einziger Angestellter hat komplexe Aufgaben bei der Verwaltung des großen Friedhofs zu bewältigen. Es werden dabei auch Tagelöhner beschäftigt. Die Ausgaben für unseren Friedhof betragen bis zu 7000 Euro im Jahr. Wir betonen aber, dass die HG Mediasch uns dabei maßgeblich finanziell unterstützt. Dafür auch an dieser Stelle herzlichen Dank! Dankbar nahmen wir 2019 den freiwilligen Einsatz von Christian Adleff aus Gummersbach an.

Dank großzügiger Finanzierung durch den Martin-Luther-Bund und durch das Mediascher Bürgermeisteramt konnten wir auch 2019 den „Orgelsommer“ organisieren.

Blickt man jetzt – in der aktuellen Pandemiesituation – zurück, gewinnen alle Begegnungen im Dienste Gottes noch einen tieferen Wert, als sie ihn vorher schon gehabt hatten. Das Kalenderjahr 2019 eröffnete der Neujahrsgottesdienst am 1. Januar unter der Jahreslosung „Suche Frieden und jage ihm nach“, bald darauf gefolgt vom Dankestreffen. Anfang März wurde der Weltgebetstag (für Slowenien) gefeiert, organisiert von einem ökumenischen Frauenteam unter Leitung von Pfrn. Kenst.
Die neuen Kurse für die jugendlichen Kirchenführer haben insgesamt 32 Jugendliche ausgebildet, die als Freiwillige angestellt wurden. Im Bereich Tourismus hat auch das Café „Turrepitz“, welches von Presbyter Lutz Connert seit 2018 betrieben wird, einen guten Ruf erlangt.
Am 13. April haben wir mit den Teilnehmern am Kindetreffen und rumänischsprachigen Gemeindemitgliedern einen sehr schönen Ausflug in Hermannstadt, Michelsberg und Holzmengen machen können.
Die Konfirmation der rumänischsprachigen Gruppe Pfr. Arvay) hat am 5. Mai stattgefunden. Am selben Sonntag konnte ich selber in Scholten ein recht seltenes Fest feiern: die Konfirmation von 2 Mädchen (Scholten) und einem Jungen (Kleinschelken). Am 12. Mai haben wir in Mediasch das 44. Bezirksgemeindefest – und auch den Muttertag –  gefeiert. Am 19. Mai hat in Dinkelsbühl das große Mediascher Treffen statt, wohin Pfrn. Kenst mit einer kleinen Delegation mit Kirchenmutter Ursula Juga-Pintican, Forumsvorsitzenden Werner Müller und Ehefrau samt Forumsvertreter Ladislau Ciocan eingeladen wurden. Am 25. Mai hat der Gemeindeausflug stattgefunden, der uns dieses Mal ins Burzenland (Rosenau und Honigberg) geführt hat.
Am 2. Juni hat auch die Konfirmation der der deutschen Konfirmandengruppe stattgefunden. Die 6 Jugendlichen wurden von Pfr. Gerhard Servatius-Depner begleitet. Am 12. Juni wurde im Nationalen Geschichtsmuseum in Bukarest die Ausstellung „Eine europäische Erfahrung. Das geschichtliche und kulturelle Erbe der Deutschen in Rumänien“ eröffnet. Aus Mediasch bzw. dem Bezirk wurden einige wertvolle Gegenstände ausgeliehen. Martin Rill, Kurator der Ausstellung schenkte Bezirks- wie Gemeindevertretern eine Fahrt nach Bukarest zur Ausstellung. Vom 13.-18. Juni besuchten Kurator Dieter Scharmüller, Bezirkskonsistorialmitglied Karl-Heinz Pelger und Pfr. Gerhard Servatius-Depner das Partnerdekanat in Neumarkt i. d. OPf. Das Wochenende war geprägt von freundlichen Begegnungen, Gottesdienstfeiern (Predigt: Pfr. Gerhard Servatius-Depner) und einem öffentlichen Gespräch, in dem es um Chancen und Sorgen des Kirchenbezirks und der Kirchengemeinde Mediasch ging. Vom 25.-29. Juni fanden die KinderBibelTage zum Thema „Freunde fürs Leben“ statt, für die ein wunderschönes Programm zusammengestellt wurde.
Vom 3.-7. Juli waren wir Gastgeber des 103. Europäischen Bibeldialogs der Berliner Akademie (Thema „Unser tägliches Brot“). Teilnehmer aus Deutschland, Ungarn und Rumänien haben sich in Mediasch über dieses wichtige Symbol ausgetauscht. Im Backofen am Pfarrhof wurde gemeinsam Brot gebacken. Vom 21.-28. Juli hatten wir Besuch aus unserer alten und zugleich jung gebliebenen Partnergemeinde aus Berlin-Prenzlauer Berg, in Begleitung von Pfr. Nils Huchthausen und Gemeindevertreterin Andrea Trautmann. Wortwörtlicher Höhepunkt war die gemeinsame Wanderung und Besteigung des Suru-Gipfels (2383m) im Fogarascher Gebirge. Die gesamte Zeit hat die Partnerschaft über die Grenzen hinweg gestärkt.
Im August verließ uns unser Freiwilliger Fabio Proschwitz (aus Großhansdorf b. Hamburg), der in unserer Gemeinde ein ganzes Jahr seinen freiwilligen Dienst geleistet hat (insbesondere musikalische Begleitungen und Kirchenführungen in der Margarethenkirche).
Im September besuchte uns eine Delegation der Partnergemeinde aus Herrenberg in Begleitung von Pfr. Albrecht Heim. Diese Gemeinde unterstützt auch den Mediascher Diakonieverein seit vielen Jahren.
Am ersten Sonntag im Oktober (6.10.) fand das 45. Bezirksgemeindefest nach langer Zeit wieder in Wurmloch statt. Ein ganz besonderes und unvergessliches musikalisches Ereignis war 2019 das Konzert des Hamburger Kinderchors „Cantemus“ am 13. Oktober in unserer Kirche. Dazu traten sie auch gemeinsam mit einem gemischten Kinderchor aus Mediasch in der Schäßburger Bergkirche mit großem Erfolg auf. Am 3. Wochenende im Oktober besuchten uns knapp ein Jahr nach dem Wiederaufbau des Tobsdorfer Gestühls in unserer Kirche Vertreter der „Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst“ (HAWK) aus Hildesheim. Bei dieser Gelegenheit wurden in unserer Kirche Messungen durchgeführt und einen fachmännischen Plan erarbeitet, um das Kirchemobiliar umzustellen, damit mehr Platz in der Kirche geschaffen werden kann, nicht zuletzt für Ausstellungen. Am 25. Oktober hat unser Kinderchor bei der humanitären Aktion „Eine Million Sterne“ der Griechisch-Katholischen Kirche teilgenommen und die Zuhörer begeistert.
Der Monat November war von den kirchlichen Wahlen nach neuer Wahlvorschrift geprägt. Am 10. November wurde die Hälfte der Mitglieder der Gemeindevertretung neu gewählt und am 24. November die Hälfte des Presbyteriums. Alle 4 Presbyter, deren Mandat abgelaufen war, wurden wiedergewählt: Kirchenmutter Ursula Juga-Pintican, Kirchenvater Eckehart Popescu, Frau Rosemarie Crăciun und Herr Lutz Connert. Presbyterin Christa Moldovan verzichtete auf dieses Ehrenamt zugunsten der Anstellung als hauptamtliche Kirchenführerin. Darum fand eine Ersatzwahl statt: Fräulein Ruth Wopalka wurde für 2 Jahre ins Presbyterium gewählt.
Der Reigen wichtiger und zugleich freudiger Ereignisse setzte sich im Herbst fort: Martins- und Laternenfest am 11. November, Helfer- und Helferinnen-Treffen am 13. November und am 14. November ein zweisprachiger Gemeindeabend statt, geleitet von Pfr. i.R. Klaus Daniel zum Thema „Deportation in die USSR“. Vom 18.-19. November nahmen Küster Mircea Sanislav und unsere beiden Mitarbeiterinnen Frau Gizela Finta und Frau Lili Andone mit großer Begeisterung am Küsterseminar in Wolkendorf teil. Ebenfalls im November fand die große Backaktion im Pfarrkeller statt. In gewohnt fröhlicher Atmosphäre wurden „Berge“ von Lebkuchen gebacken, für den Basar im Schullerhaus am 30. November und natürlich für die Weihnachtsbescherung am 23. Dezember. Es erreichten uns auch wieder Spenden und Geschenklieferungen: Hilfsgemeinschaft „Keimling“ aus Plauen und „Kinder packen für Kinder“ (von Pfr. Konrad Rampelt aus Griesheim).
Am 7. Dezember haben wir im Rahmen der großen jährlichen Weihnachtsgabe 650 Pakete an die Mitglieder der Kirchengemeinde Mediasch ausgeteilt. Am 14. Dezember wurde im Gemeindehaus der Spielzeugflohmarkt organisiert. Am selben Tag wurde in der Kirche das große Weihnachtsmusical aufgeführt („Die sonderbare Nacht“). Schüler der Hermann-Oberth-Schule traten mit einem kleinen Orchester (Musiker aus Hermannstadt, Klausenburg und Neumarkt) unter der Leitung von Edith Toth auf. Für die Honorare der Musiker haben wir wie letztes Jahr eine großzügige Finanzierung vom „Haus des Deutschen Ostens“ in München erhalten, wofür wir sehr dankbar sind. Weiter ging es mit dem (nach Palmsonntag zweiten) musikalischen Gottesdienst am 3. Advent und dem Friedensgebet am 17. Dezember gemeinsam mit unseren Partnern und Freunden in Berlin-Friedrichshagen. Einen Tag später (18.12.) fand das Ökumenische Weihnachtskonzerts in unserer Margarethenkirche statt, das nunmehr auf eine 20jährige Tradition zurückblickt.
Am 22. Dezember wurden im Rahmen des Gottesdienstes am 4. Advent die wiedergewählten Presbyter vorgestellt und von Pfr. Gerhard Servatius-Depner für ihr weiteres 4-jähriges Mandat eingesegnet. Am 23. Dezember folgte das Krippenspiel, aufgeführt von den Vor- und Hauptkonfirmanden unter der Leitung von Pfr. Arvay und Pfrn. Hildegard Servatius-Depner. Wunderschön sind die Gottesdienste am Heiligabend und am 1. Christtag in unserer Kirche zu nennen, nicht zuletzt das gemeinsame Singen von deutsch- und rumänischsprachigen Weihnachtsliedern („Colinde“) am 2. Christtag, nach dem Gottesdienst im Gemeindehaus. Eine besondere Stunde der Gemeinschaft! Das Jahr ging schließlich mit dem Altjahrgottesdienst still zu Ende. Pfr. Arvay hatte dieses Mal die Ehre und Freude, mit seiner Ehefrau Cristina Gastgeber zu sein und den traditionellen Empfang der Angestellten am letzten Arbeitstag im Gemeindehaus zu organisieren.

An dieser Stelle sei gedankt - allen Haupt- und Ehrenamtlichen in unserer Kirchengemeinde und darüber hinaus allen, die zum Wachsen des Gemeindelebens beigetragen haben, unsere Kirchengemeinde begleitet, geschützt und unterstützt haben. Damit meine ich den Leitungsrat, das Presbyterium, die Gemeindevertretung, den Vorstand und die Mitglieder der HG-Mediasch und alle anderen Partnern, allen Pfarrkollegen, allen Angestellten des Stadtpfarramtes und nicht zuletzt den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer unserer Kirchengemeinde, die sich an so vielen unterschiedlichen Orten für unsere Gemeinde einsetzen.

Zuletzt möchte ich Ihm, unserem Gott, Stärker und Bewahrer, von ganzem danken für all den erfahrenen Trost, für alle geschenkte Liebe! In diesem Glauben blicken wir mit Zuversicht nach vorne auch auf das Jahr 2020, das uns mit der vom Corona-Virus ausgelösten Pandemie etwas völlig Unerwartetes und schier Unvorstellbares beschert hat. Mit Gottes Hilfe werden wir aber auch dieses Jahr zuletzt dankbar aus seinen Händen entgegennehmen. Wir alle, als seine Verwalter wollen mit Freude und mit Zuversicht seine Gemeinde führen und begleiten, was eine große und schöne Verantwortung ist. Gott unser himmlischer Vater bewahre und führe uns gesund durch das Jahr 2020, schenke uns seinen Schutz und Segen und eine segensreiche Kreativität für Seine Gemeinde!


(stark gekürzte Fassung)


Pfarrer Gerhard Servatius-Depner
Sonntag Jubilate – 2020